Regionale Vertragslandwirtschaft

Was ist Regionale Vertragslandwirtschaft (RVL)?
Regionale Vertragslandwirtschaft (abgekürzt RVL) ist ein ökonomisches Modell in der Landwirtschaft, bei dem die Konsumenten und Produzenten eng zusammen arbeiten. Statt ihre Lebensmittel einfach in Detailhandel zu kaufen, werden die Konsumenten direkt in die Bewirtschaftung eines Betriebes miteinbezogen.

 

Wie funktioniert die Regionale Vertragslandwirtschaft?
Die Konsumenten kaufen zu einem vorbestimmten Preis, während eines ganzen Jahres, die vom Betrieb angebotenen Produkte. Im Gegenzug liefern die Produzenten zu einem fairen Preis, qualitativ hochwertige Lebensmittel. Die Zusammenarbeit wird in einem Vetrag vereinbart.

Die RVL beruht auf:

  • Solidarität: gegenseitiger Respekt und Fairness zwischen Konsument und Produzent.
  • Partnerschaft und direkte Verbindung: Konsument und Produzent sind Partner, sie kennen sich und stehen in direkter Verbindung zueinander.
  • Vertrauen: Konsument und Produzent haben gegenseitiges Vertrauen. Produzent: dass der Preis bezahlt und allfällige Mängel akzenptiert werden. Konsument: dass die Lebensmittel nach den besten Möglichkeit produziert werden.
  • Langzeitverpflichtung: Konsument und Produzent sind sich während mindestens einer Vegetationsperiode (ein Jahr) einander verpflichtet.
  • Partizipation: Konsumenten können sich einbringen.

 

Welche Vorteile hat die Regionale Vertragslandwirtschaft?
Vom Konsumenten werden nur die direkten Produktions- und Betriebskosten bezahlt; sie ermöglichen also die Produktion. Dadurch tragen die Konsumenten einen Teil der Risiken und akzeptieren Mängel, welche aufgrund schlechter Witterung, Schädlinge/Krankheiten, saisonalen, technischen und anderen Produktionseinschränkungen entstehen. Das gibt dem Produzenten eine gewisse Sicherheit. Im Gegenzug ermöglicht er, dass hochwertige Lebensmittel für die Konsumenten erschwinglich werden. Ausserdem werden bei der Planung und Produktion wenn immer möglich die Bedürfnisse der Konsumenten berücksichtigt.